Am Dienstag bin ich mit den anderen Austauschschülern von meiner Organisation nach Dublin gefahren. Eine wirklich nette Stadt in der es viel zu sehen gibt, insofern man ist nicht, wie bei mir der Fall war, die Hälfte der Zeit ans Bett gefesselt…
Ich habs nämlich offenbar irgendwie geschafft, mir pünktlich am ersten abend nach unserer Ankunft in Dublin irgendeinen dummen Magen-Darm-Krippeartigen Infekt einzufangen.
Die Folge: Dienstag Abend ist mir plötzlich schlecht geworden, ich hab einfach nichts vom Abendessen heruntergebracht…
Am nächsten Tag ist es mir in der Früh wieder ziemlich gut gegangen, sodass ich vermutet hab, ich hätte hald was falsches gegessen oder so und beschlossen hab, ganz normal beim Programm mitzumachen. Gegen Mittag ist mir dann aber plötzlich schlecht geworden und ich hab Kopfweh bekommen und mich ziemlich mies gefühlt, sodass ich beschlossen hab den Nachmittag doch lieber im Bett zu verbringen. Ich glaub, ich hab sogar etwas Fieber gehabt.
Als ich am Abend versucht habe, etwas zu essen, hab ich mich übergeben müssen.
Am Donnerstag ist es mir dann wieder besser gegangen und ich hab mich frisch-fröhlich der Gruppe angeschlossen und eigentlich einen ganz guten Tag gehabt, bis mir am Abend wieder schlecht geworden ist und der Versuch, mit den Anderen abendzuessen, auf der Toilette geendet hat.
Am Freitag habe ich dann keine größeren Probleme gehabt (wahrscheinlich auch deswegen, weil ich am Abend, als mir wieder schlecht geworden ist, es mit leicht verdauliches Toastbrot statt Pommes probiert hab) und ich hab die Heireise ohne Zwischenfälle gemeistert.
Das, was ich von Dublin gesehen hab, war allerdings wirklich toll:
Zum Beispiel das Trinity College mitsamt dem “Book of Kells”, einem jahrtausend altem Manuskript und der uralten, an “Harry Potter” Bibliothek.
Oder das Wachsmuseeum, in dem man einen Wachsgollum und einen Wachsyoda bestaunen hat können (Sophie, das wär was für dich gewesen)
Außerdem habe ich die Guiness-Brauerei (War nicht umwerfend interessant, und ich hab nich mal die Möglichkeit gehabt, ein Guiness zu kosten, nachdem in Irland Alkohol ja erst mit 18 erlaubt ist), die National Gallery und ein Museeum voll mit Ausstellungsstücken, die von einem Sammler Ende neunzehntes Jahrhunder zusammengetragen worden sind (Die Sammlung war echt toll, hauptsächlich Bücher, aber WAS FÜR Bücher! Wirklich alte Werke von überall aus der ganzen Welt, außerdem eine Austellung über China und über die Weltreligionen)
Am Samstag bin ich dann lieber im Bett geblieben, um mich auszukurieren, nachdem ich jetzt sowieso nicht mehr verpasst hätte (Meine Hostfamiliy hat mich mit Tee und einem kleinen DVD-Player ausgestattet, auf dem ich mir Herr der Ringe ansehen konnte, natürlich auf englisch
)
Am Sonntag war ich dann wieder komplett fit und hab gemeinsam mit Riccardo und Marvin den “Crosshaven Walk”, der wirklich nette Fußweg nach Crosshaven und zurück, in Angriff genommen.
Wir haben sogar Glück gehabt, dass wir einen sonnigen, warmen Tag erwischt haben, das hat es noch besser gemacht
Am Montag war dann wieder ganz normal Schule, mit allen Vor- und Nachteilen, die das mit sich bringt.
Ich muss jetzt zum Schluss noch UNBEDINGT erzählen, wie die Iren Fasching feiern. Für die ist das überhaupt kein so großes Fest wie bei uns, sie verkleiden sich nicht, es gibt keine Confettis oder Fachingsumzüge. Die einzige Tradition, die sie an diesem Tag haben ist, dass hier wirklich ALLE Familien am Abend Pancakes essen. Deswegen heißt dieser Tag in Irland auch “Pancake Tuesday”.
Eine wirklich nette Tradition, nächstes Jahr muss es bei und zu Fasching auch unbedingt Pancakes geben!!! Die sind soooo lecker!!!!